Vorbericht zum 4. Wettkampftag in der Triathlon-Bundesliga Herren

EJOT Team will mit Teamgeist sich die Titelchancen bewahren!

An sich könnte Team Manager Rainer Jung und der sportliche Leiter Hauke Horstmann mit der bisherigen Bundesliga Saison sehr zufrieden sein. Doch noch ist nichts gewonnen. Lediglich der Punktevorsprung von fünf bzw. sieben Punkten auf die schärfsten Verfolger aus Witten und Schramberg, könnte eine trügerische Zufriedenheit ausstrahlen. Team Manager Rainer Jung ist nun aber lange genug im Triathlon Haifischbecken Bundesliga zu Hause, um sich jetzt schon in Sicherheit zu wiegen. Ganz schnell können Stürze oder technische Defekte die beste Planung und Taktik zunichte machen.
Daher wird im Vorfeld des vorletzten Wettkampfs am kommenden Sonntag in Hannover, in der Planung und Organisation nichts dem Zufall überlassen. Team Betreuer Marco Göckus hat ein Hotel ab Samstag direkt am Maschsee gebucht, an dem am Sonntag beim Wettkampf der Start, die Wechselzone und das Ziel liegen. Somit ist alles zu Fuß zu erreichen.
Physiotherapeut Carsten Wunderlich und Team Arzt Dr. Rene Burchard sind ständig auf dem Laufenden über den aktuellen Gesundheitszustand der Athleten. Die Beiden werden auch am Wochenende alles medizinisch und therapeutisch Erforderliche tun, um die EJOT Triathleten perfekt vorzubereiten.
Der sportliche Leiter Hauke Horstmann hat eine schlagkräftige Mannschaft nominiert. An sich ist also alles soweit vorbereitet, um auch in Hannover wieder ein Top Ergebnis zu schaffen, welches dann 14 Tage später, beim letzten Wettkampf in Schliersee, alle Möglichkeiten zur Titelverteidigung offen lässt.
Aber letztlich richten müssen es die fünf Triathleten, die am Sonntag um 12.00 Uhr zum 750 Meter Schwimmen, 20 km Rad fahren und anschließend 5 km Laufen antreten. Alles im und rund um den Maschsee in Hannover. Hier wollen die Brüder Ivan und Denis Vasiliev, Jonathan Zipf, Tim Lange und Luc van Es im Sprinttriathlon zeigen, dass Sie zu Recht aktuell auf dem Platz an der Sonne stehen. Um den Top Triathleten Ivan Vasiliev gab es in den letzten Tagen noch einige Aufregung. War er doch bei einem Wettkampf in Frankreich gestürzt. Er zog sich einige schmerzhafte Hautabschürfungen zu. Hat aber bereits Team Manager Rainer Jung signalisiert, dass er am Sonntag in Hannover auf die Zähne beißen wird. Sein jüngerer Bruder Denis, bereits in Offenburg für das EJOT Team am Start, wird auch in Hannover dabei sein. Wie schnell Verletzungen bei den Hochleistungssportlern auftreten können, zeigt sich bei Frederic Belaubre, Bas Diederen und Marek Jaskolka. Alle Drei kamen ursprünglich auch für die fünfte Position im EJOT Team für das Rennen in Hannover in Betracht. Belaubre zog sich jedoch bei der Sprint WM eine Sehnenverletzung zu. Bas Diederen hat einen Ermüdungsbruch im Fuß und Marek Jaskolka, gerade von seiner Schulter OP genesen, brachte aus dem Trainingslager einen Abszess mit, der dann auch operativ versorgt werden musste. Alle Drei fallen somit für das Rennen in Hannover aus.

Doch der Kader des EJOT Team bietet auch hier Alternativen. Der Niederländer Luc van Es, der bereits seit Jahren dem Kader angehört, wird als fünfter Starter einspringen. Er hat mit Platz 14 beim Triathlon Europacup vor einer Woche in Almere gezeigt, dass er auch international mithalten kann. Nun kommt es im EJOT Team besonders auf die mannschaftliche Geschlossenheit an. Und gerade hier sollen auch die Stammkräfte wie das Nationalmannschaftsmitglied Jonathan „Johnny“ Zipf und der Tübinger Tim Lange mit guten Resultaten in Hannover zum Erfolg maßgeblich beitragen. Neuzugang Zipf wird eine Woche nach Hannover auch beim Weltcup in Budapest an den Start gehen. Und er möchte durch eine erneute Top Team Platzierung in Hannover mit dazu beitragen, das die Ausgangsposition für den letzten Wettkampf am Schliersee gut ist. Tim Lange verpasste in Offenburg die erste Radgruppe nur durch einen verlorenen Radschuh beim Wechsel vom Schwimmen auf das Radfahren. Da barfuss Radfahren gemäß DTU Sportordnung nicht erlaubt ist und mit Disqualifikation geahndet wird, musste er zurück laufen und verlor dadurch den Anschluss an die Spitze. Daher brennt er nun darauf zu zeigen, dass auch er zu den besten Triathleten im EJOT Team, ja in der Bundesliga gehört.

Ganz klarer Favorit für den Sieg in Hannover ist das Team aus Witten. Sie haben für den dortigen Wettkampf das Beste aufgeboten, was der Kader hergibt. Unter anderem werden die Nationalmannschaftsathleten Sebastian Rank, Nils Frommhold und Christian Prochnow für das Team aus Witten starten. Alle Drei erreichten in diesem Jahr bereits Top Ergebnisse im Europa – und Weltcup. Aber auch das Team aus Schramberg wird alles daran setzen die Buschhüttener vom Thron zu stoßen. So wurde erneut Daniel Unger, seines Zeichens Weltmeister aus dem Jahre 2007, für das Team nominiert. Daher haben der sportliche Leiter Hauke Horstmann und Team Manager Rainer Jung für Hannover das Ziel eine Top Drei Platzierung zu erreichen, ausgegeben. Dies würde für den letzten Wettkampf in Schliersee dem EJOT Team alle Chancen bewahren nach dem sensationellen Erfolg aus 2009, auch in diesem Jahr die Deutsche Meisterschaft nach Buschhütten zu holen.

v.l.n.r.: Denis Vasiliev, Ivan Vasiliev, Tim Lange, Jonathan Zipf, Luc van Es

Nicht minder erfolgreich sind aktuell die Damen im EJOT Team. Sie belegen derzeit unangefochten den 1. Platz in der NRW Liga (3. Liga). Die Triathletinnen um Team Betreuer und sportlichen Leiter Ralf „Doc“ Schneider, wollen beim letzten Wettkampf in Xanten am kommenden Sonntag dann ihr Meisterstück abliefern. Nach dem Aufstieg in 2009 würde dies dann sogar die sofortige Qualifikation für den Aufstieg in die 2. Triathlon Bundesliga bedeuten. Und dies sollen in Xanten dann Dorothee Steinborn, Ilka von Hubatius und Franzi Maschke sicherstellen. Beim „Nibelungen-Triathlon“ in Xanten geht es für die Damen nach dem Team Sprint in Krefeld, wieder über die klassische Olympische Distanz. 1,5 km Schwimmen in der „Xantener Südsee“, folgen 40 km Rad fahren und 10 km Laufen. Sollte es am Ende zur Meisterschaft, die zum greifen nahe ist, reichen, dann wäre es in der noch jungen „Liga Story“ des Damen Teams, eine einzigartige Fortsetzung der bisherigen Erfolgsstory.

Dorothee Steinborn Ilka von Hubatius Franzi Maschke