Erfahrungsbericht Kölnmarathon 2008 von Simon Dolligkeit
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| Simon Dolligkeit |
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Die Wetterberichte hatten es ja schon seit einigen Tagen angekündigt, für den lang erwarteten Marathon - Sonntag ist Dauerregen, niedrige Temperaturen und viel Wind angesagt. Bei der Anreise, morgens um 8 Uhr sah es wenigstens noch nach trockenem Wetter aus. Kurz vor dem Start um 11.00 Uhr begann es jedoch zu regnen und es sollte für die gesamte Wettkampfzeit nicht mehr aufhören. Mit etwas Verspätung erfolgte dann kurz nach 11.00 Uhr der Start für die Hobbyläufer. Wie die letzten Jahre auch, nutze ich die ersten km dazu halbwegs ins Tempo zu finden und mich aus dem Getümmel frei zu laufen. Dies funktionierte diesmal recht gut. Schon nach 2 km wurde mir klar, dass es bei den heftigen Windböen ohne eine Gruppe nicht funktionieren würde. Kurz darauf überholte mich ein belgisches Läuferduo. Während der eine Läufer noch eine normale Statur aufwies, viel sein Kollege durch seine enorme Größe auf (ca. 2m !!!). Also der optimale “Windschatten Spender“. Glücklicherweise war das Tempo auch nach meinen Vorstellungen und wir spulten gemeinsam km um km ab. Bei km 29 zerfiel unser homogenes Grüppchen. Der “belgische Riese“ setzte zum Endspurt an und verschärfte das Tempo auf ca. 4:10 min pro km. Zuerst musste sein Laufpartner dem Tempo Tribut zollen und wenige Meter weiter musste auch ich einsehen, dass ich dieses Tempo nicht noch 10km halten konnte. Dummerweise geschah dies an einer ca. 3km langen Geraden. Durch den starken Wind und die vorherigen schnellen km musste ich richtig kämpfen, um nicht über 4:30 pro km zu laufen. Nach ca. 4 km konnte ich mich aus diesem Leistungsloch jedoch wieder herauslaufen und die km-Zeiten wenigstens unter 4:20 min drücken. Dank der Zuschauer und dem Spektakel auf den letzten km konnte ich einmal die letzten Reserven mobilisieren. Das die Gesamtzeit dann doch nah an die 3 Stunden Marke reichte, stimmte mich recht zufrieden, denn die “ Mission unter 3 Std.“ hatte ich schon bei einsetzendem Regen verworfen und mit deutlich schlechteren Zeiten gerechnet. Somit wäre die Zielsetzung für 2009 auch klar und nun geht es in die verdiente Winterpause.
Simon Dolligkeit