Neue „EJOT-Kurve“ in München
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| Umbau Wettkampfstrecke in München |
Noch ein "Schmankerl" zum Wochenende
Als wir am vergangenen Samstag vormittags die Rad-Wettkampfstrecke der Deutschen Meisterschaften der Elite in München besichtigten, stellten wir fest, dass eine 90 Grad Kurve, unmittelbar vor dem Zieleinlauf und der Wechselzone, mit einem schönen blauen Teppichboden ausgelegt war. Optisch sicherlich sehr schön. Jedoch bei näherem hinsehen, entpuppte sich diese Kurve als sehr gefährlich. Hatte doch der Veranstalter den Teppichboden auf losem Split verlegt. Dies hätte bei den hohen Geschwindigkeiten der Top Triathleten auf der Radstrecke, eine sehr hohe Sturz - und damit Verletzungsgefahr bedeutet. Auf Nachfrage bei den eingesetzten Schiedsrichtern, den Verantwortlichen der Deutschen Triathlon Union und des Veranstalters, kam zuerst ein einheitliches "Achselzucken". Man sollte / wollte es doch beim Top Frauen Rennen (Anmerkung: ebenfalls Bundesliga und Deutsche Meisterschaft), welches vor dem Herren Rennen gestartet wurde, mal so probieren, so hieß es. Erst auf massives Drängen unsererseits, des Teambetreuers des TV Lemgo, Hans Dieter Neumann und dem verdeutlichen, dass der verlegte Teppichboden sofort weg rutscht, kam Bewegung in die Angelegenheit. Aber gehandelt wurde immer noch nicht. Ob es an der Hitze (mehr als 35 Grad), der Unerfahrenheit des Veranstalters oder deren Helfer oder vielleicht sogar an Desinteresse lag, ist müßig im Nachhinein zu beurteilen. Anpacken war für uns nun die Devise. So wurde der "Oberschiedsrichter" an den "Tatort" geholt und wir (unser sportlicher. Leiter Ralf Schneider, NRW Liga Team Kapitän Marco Göckus und ich) legten fest, dass wir diese Kurve nun sofort komplett umbauen würden. Gesagt, getan! Teppichboden runter, Absperrgitter weg, Kurve und Radius neu ausgemessen und den kompletten Bereich gekehrt. Danach organisierten wir einen neuen und dünneren Teppichboden und verlegten ihn an den neuralgischen Stellen neu. Mit Panzerband und langen Nägeln wurde dies befestigt, gespannt und verklebt und die Absperrgitter neu gestellt. Zur weiteren Absicherung wurden Strohballen und der alte Teppichboden als Schutz vor die Gitter platziert. Mehr als 3 Stunden wurde dort in der Hitze (über die Mittagszeit) geschuftet. Zum Wohle aller Triathleten/innen der Deutschen Triathlon Liga. Und die Kurve, erhielt ab sofort den Namen "EJOT Kurve". Nebenbei bemerkt: In dem dortigen Bereich ab es während des gesamten DTL Rennens keine Stürze.
Mission erfüllt...
Aber auch die DTU hatte die Aktivitäten durchaus erkannt. In einem Brief von DTU Vizepräsident Gerd Lücker wurde Dank und Anerkennung für den Umbau und Einsatz zum Ausdruck gebracht.
Rainer Jung
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