Köln Marathon 07.10.2007

Erfolgreicher Saisonabschluss beim Köln Marathon für Simon Dolligkeit

Als letzten Saisonhöhepunkt hatte ich mir den Marathon in Köln vorgenommen. In professioneller Begleitung von Mannschaftsbetreuerin Nicole Stötzel und meinem Lauftrainer und Teamkollege Oliver Prigge starteten wir am Sonntag um 9.00 Uhr Richtung Köln. Nach mehrmaligem checken der Utensilien (ist auch wirklich alles da ?), fuhren wir von einem P+R Parkplatz mit der S-Bahn zum Messezentrum wo sich der Start befand. Kaum aus der S-Bahn ausgestiegen, waren wir auch schon tief im Marathontrubel eingetaucht. Eine Duftmischung diverser Warm-up Öle und Dixi-Häuschengerüche schlug uns entgegen. Tausende nervöser Starter liefen ziellos umher, andere führten abenteuerliche Dehnübungen vor, das ist Marathon Feeling!

Gürtelwechsel Müde aber zufrieden Verrückter Trainer

Nach einer kurzen “Lagebesprechung“ trennten sich unsere Wege. Nicole und Oli machten sich auf den Weg zu unserem ersten Treffpunkt an der Strecke, während ich langsam Richtung Startblock ging und versuchte die Nerven zu behalten.

Um 11.45 Uhr war es dann endlich soweit: Start frei für den Startblock “Black“. Wie so oft auf den ersten Metern ist noch alles sehr eng gedrängt und man muss höllisch aufpassen, dass man nicht dem Vordermann in die Versen tritt. Zu meinem Erstaunen kam ich relativ gut in meinen Rhythmus und konnte schon auf den ersten Kilometern die geplanten Zeiten laufen. Jetzt bloß nicht zu schnell angehen, war die wichtigste Regel für die erste Hälfte. Bei Km 4 traf ich dann zum ersten Mal auf Nicole und Oli, die ich dank der gelben EJOT Teamhemden gut am Straßenrand erkennen konnte. Damit Oli auf dem Laufenden war rief ich Ihm die bisherige Laufzeit zu, was mit einem: „guuut so, nicht schneller“ kommentiert wurde. Die ersten Kilometer vergingen gefühlsmäßig wie im Fluge und das Laufgefühl war super. Das schöne Wetter mit Temperaturen um die 19°C machte die ganze Sache sehr angenehm. Allerdings war regelmäßiges und ausreichendes Trinken angesagt, um einem Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. Aufgrund meiner schlechten Erfahrung aus dem Vorjahr, mit den viel zu kalten Getränken an den Verpflegungsständen hatten wir einen weiteren Treffpunkt zwischen Km 19 und 20 abgesprochen um den Trinkgürtel zu tauschen. Da dies für mich sehr wichtig war, war ich entsprechend nervös. Schließlich wollte ich nicht lange nach den beiden suchen und wertvolle Zeit verschwenden, andererseits hätte ich mich ohne einen neuen, gefüllten Trinkgürtel an den eiskalten Getränken des Veranstalters bedienen müssen. Die Magenprobleme wären dann vorprogrammiert gewesen. Die Angst war aber unbegründet und der Tausch „leer“ gegen „voll“ funktionierte einwandfrei!

Bestens versorgt mit Getränken und Energie Gels ging es dann auf die zweite Marathonhälfte. Ab Km 38 war anscheinend die meiste Energie verbraucht und die Beine wurden jetzt noch schwerer als sie eh schon waren. Jetzt lautete das Motto Schadensbegrenzung und halbwegs vernünftig durchlaufen. So schnell wie die ersten Kilometer vergingen, so zäh wurden jetzt die letzten Kilometer. Angespornt durch die gute Stimmung auf der Domplatte, sammelte ich noch einmal alle Kräfte um auf den letzten zwei Kilometern alles zu geben was jetzt noch ging. Die Deuzer Brücke auf dem letzten Kilometer fühlte sich wie eine 15%tige Steigung an, doch der Blick auf das nahende Ziel motivierte noch einmal zusätzlich. Im Ziel angekommen stoppte die Uhr bei 3:21 Std. was eine neue, persönliche Bestzeit bedeutete. Müde, aber zufrieden mit der erreichten Zeit traten wir nach erfolgter Verpflegung die Heimreise an.

An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Nicole und Oli die Ihren Sonntag für mich geopfert haben und die tolle Betreuung in der Vorbereitungsphase.
Simon Dolligkeit