Oliver Prigge weiter erfolgreich in den Staaten
Hartes Stück Arbeit beim Half Ironman
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| Oliver Prigge auf der Laufstrecke |
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Nach einigen kleinern Triathlonveranstaltungen in der näheren Umgebung von Auburn, Alabama, und einigen überraschend guten Platzierungen, wagte ich es einen Half Ironman in Lenoir City zu absolvieren. Nach unserem Kurzurlaub in den Great Smokey Mountains fuhren wir ins malerische Lenoir City, Tennesee, Nähe Knoxville. Hier standen ein “Halber “ auf dem Programm. Am Sonntagmorgen (28. Sept.) in aller Frühe schlugen wir in der Wechselzone auf zum einchecken und rennfertig machen und dies alles im Stockdunkeln. Gar nicht so einfach. Denn was macht ein typischer Amerikaner morgens um 06:30Uhr in der Wechselzone? Telefonieren! Das machte mich zusätzlich nervös, zumal die Streckenbeschreibung vom Vortag über Nacht wohl nicht so eintraf. Plötzlich waren es 2 Schwimmrunden und der Anstieg vor der Wechselzone war nur 2x statt 3x zu befahren. Das „Rein- und Raus“ in der Wechselzone war gar nichts zu begreifen. Zu allem Überfluss kam kurz vor dem Start eine riesige Nebelwand über den See gekrochen. Da die Sichtweite jetzt weniger als 20 Meter betrug, waren die Bojen auf dem Triangelkurs nicht mehr zu erkennen. Daher kam es zu einer Startverschiebung. Alles halb so wild denkste schon Star bereit im Neo und nass. Was nun? Laut Veranstalter bis zu 45 Minuten warten. Aber irgendwie hatte der Wettergott ein einsehen und nach ca. 20 Minuten zog der Nebel genauso schnell ab wie er gekommen war. So ging ich in der 2. Welle (Amateure und AK40) an den Start. Nach einigen hundert Metern reihte ich mich hinter den beiden Führenden ein. So holten wir einen nach dem anderen Schwimmer aus der 3. Minuten vor uns gestarteten Gruppe ein. Nach der ersten Runde mussten wir einen 70 Meter Landausstieg bewältigen. Hierbei bemerkte ich, dass sich ein Athlet aus meiner Startgruppe weit vor uns befand (wie später zu erfahren war, hatte der Kollege einige Bojen ausgelassen). Nach der 2. Runde und etwas über 35 Minuten für 1.9 Km (???) entstieg ich als Gesamt 12. aus dem angenehmen warmen See. Hinauf in die Wechselzone (steiler 100m Anstieg) schaute ich nur kopfschüttelnd auf meine Uhr. Meine Trainingsergebnisse endlich deutlich unter 14 Minuten (1000m) geschwommen, waren jetzt nur noch Schnee von gestern?? Am Ende stellte sich jedoch heraus, dass die Strecke falsch vermessen wurde. Die Angaben lagen zwischen 600m und 800m mehr. Rauf auf’s Rad. Noch waren die Temperaturen recht frisch. Gut so. Schnell war ich auf der ersten Schleife auf 3 Fahrer aufgefahren, die ich dann am ersten langen Steilstück erfolgreich abhängen konnte. Es ist unglaublich, aber nach meiner AMSport-Diät und einiges an purzelnden Pfunden bin ich richtig gut im bergigen Terrain. Das sollte sich auch als absolut zwingend notwendig herausstellen, denn die Radstrecke hatte es in sich. Jede der 2 Runden hatte 755 Höhenmeter. Also kein Kindergeburtstag. Als Gesamt 8. wechselte ich vom Rad zum Laufen. Die ersten Meter waren grausam und ich wusste, es wird nicht viel besser. Mein letzter langer Trainingslauf war beim Ironman Roth. Die Temperaturen stiegen auf knapp über 30 Grad. Die Laufstrecke (2 Runden) hatte so genannte “rolling hills”. Auch hier kam noch mal einiges an Höhenmeter zusammen. Nach insgesamt 1:40 Stunde Laufzeit (mäßig!) landete ich in der Gesamtwertung auf Platz 6. und gewann meine Masterklasse klar. Die Masterklasse bedeutet in den Staaten alles was im Alter von 40 bis 49 startet. Nach genauer Betrachtung der Ergebnisliste und der Gesamtzeit von 5:05 Stunden (Rückstand zum Sieger weniger als 30 Minuten, hier war ein Profi am Werk) war ich richtig happy.
Oli Prigge, Alambama USA