Triathlon Weltcup in London 24.07.2010
...einmal gefühlt wie der König!
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| Olaf Kohn |
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Die Stars des Londoner Triathlon Weltcups waren ganz sicher Brownlee, Gomez, Frodeno und Co, aber direkt danach kamen schon die "Elite" Paratriathleten. Wir genossen den gleichen Ruhebereich ("Elite Area" / Ricarda Lisk wünschte mir viel Erfolg) mit der bestmöglichen Versorgung. Hatten eine eigene Anti-Doping (Pflicht)-Veranstaltung und einen separaten Start mit zuvor namentlicher Vorstellung inkl. Applaus des Londoner Publikums. Die Krönung der Gefühlslage war der Check-In in die Wechselzone der Profis. Ein eigener Radständer, ein eigenes Namensschild, ein blauer Teppich mit viel Platz und dies alles 20 Meter vor der Haupttribüne.
Bereits freitags morgens um 10.00 Uhr wurden meine Team-Kollegen und ich am Flughafen London-Heathrow vom Transfer-Service in Empfang genommen und zum Hotel gebracht. Von hier aus waren es 10 Minuten zu Fuß in den Hyde Park, wo das Großereignis stattfinden sollte. Nach Ankunft im Hotel und kleinem Imbiss nutzten wir den Tag, um die Strecke zu inspizieren und uns von der internationalen Atmosphäre mitreißen zu lassen. Noch am gleichen Abend nahmen wir am "race briefing" teil, bei der wir ausführlich von der WADA in Sachen erlaubter und nicht erlaubter Substanzen aufgeklärt wurden.
Am Samstag ging es bei sehr sommerlichen Temperaturen nur noch um die Konzentration aufs eigentliche Rennen. Um 15.45 Uhr Ortszeit erklang die Sirene und ab ging es auf die zu bewältigende Super-Sprint-Strecke durch den Hyde Park (400m Schwimmen / 10km Rad / 4km Laufen). Die Taktik konnte nur lauten: „Vollgas von Anfang an“. Bei 21 Grad Wassertemperatur im See war das Tragen eines kurzen "Neos" die optimale Lösung. Im gesunden Mittelfeld ging es nach 8:34 Minuten für mich zum ersten Mal in die Wechselzone. Problemlos verlief der Wechsel und ich konnte mit dem Rad auf die Strecke gehen. Der flache Parcours ermöglichte mir eine gute Zeit von 14:47 Minuten, bevor es auf die abschließende Laufrunde ging. Begleitet vom Jubel der vielen Zuschauer am Streckenrand und auf der Haupttribüne an der Zielgeraden, durchlief ich nach 41:07 Minuten Gesamtzeit den Zielbogen in vollster Zufriedenheit über meine Leistung.
Bei einem sehr starken Feld mit Athleten aus Frankreich, Österreich, Ungarn, Spanien und Großbritannien konnte ich mich immerhin auf Platz 7. meines Klassements (TRI4/Armbehinderung) einreihen und freue mich schon jetzt auf eine Neuauflage in 2011.
Beste Grüße
Olaf