Guter Wettkampf und starkes Athletenfeld bei den Deutschen Meisterschaften Paratriathlon in Hamburg

Bericht von Olaf Kohn, EJOT Team TV Buschhütten

Hamburg ist und bleibt eine Reise wert. Auch wenn die Vorzeichen in diesem Jahr alles andere als gut standen: Abholung der Startunterlagen nur auf Umwegen und auf den letzten „Drücker“ möglich. Reisezeit Sohlbach-Hamburg rund 8 Stunden (4 Stunden bis vor Hamburg und nochmal 4 Stunden auf Grund großer Baustellen und Umleitungen durch Hamburg bis ins Hotel) und Wetterbedingungen wie im Herbst (Regen und 15°C).
 
Die Devise: immer Lächeln...
Die Belohnung: Sonnenschein am Wettkampftag...

Oliver Seemann, Sebastian Averesch (beide tri3), Olaf Kohn, Joel Rosinblum (beide tri4)

Manuel und Olaf Kohn

Gemessen am Trainingsaufwand bin ich mit meiner Wettkampfleistung recht zufrieden und habe wie in den vergangenen Jahren die Atmosphäre sehr genossen. Kurioserweise war festzustellen, dass fast niemand der Paratriathleten sein Ergebnis vom Letzten Jahr bestätigen konnte. Möglicherweise ist dies darauf zurück zu führen, das die Radstrecke, wegen einer baustellenbedingten Umleitung innerhalb der Stadt, länger als üblich war.

Viel Aufmerksamkeit galt den "neuen jungen Wilden", die seit der verkürzten Renndistanz (vor 2 Jahren von Olympischer Distanz auf Sprint Distanz umgestellt) mehr und mehr in Erscheinung treten und uns alten Hasen den Rang ablaufen. So war ich doch erleichtert, dass Oliver Dreier (AUT) und Peter Boronkay (HUN), die ansonsten die TRI4 (Armbehinderung) unter sich ausmachen, wegen der kürzlich erst stattgefundenen EM in Spanien auf einen Start in Hamburg verzichtet haben. Aber was nützt es, wenn ein erst 21-Jähriger (von Haus aus Schwimmer) nach Hamburg kommt und fast doppelt so schnell schwimmt und ebenso gut läuft und Rad fährt...

Mit 11:05 Min. im Wasser kann ich dennoch sehr gut leben. Auch beide Wechsel sowohl aufs Rad und später in die Laufschuhe verliefen in diesem Jahr völlig reibungslos. Beim Radfahren bekamen wir es allesamt mit ordentlich Seitenwind zu tun, was aber zu keinen ernsthaften Einschränkungen führte. Der Laufabschnitt rund um die Binnenalster verleiht einem wie immer Gänsehaut, sobald es nach dem Wendepunkt Richtung Rathausplatz geht, wo prall gefüllte Sitz Tribünen und euphorische Zuschauer jedem Wettkämpfer den letzten Kick geben.

Als Fazit und mit einer Endzeit von 1:26:53 (was Platz 6 in meiner Klasse bedeutet) stelle ich fest, dass es auch bei besten Trainingsmöglichkeiten keine Leichtigkeit sein wird in Zukunft ganz vorne mitzumischen. Dennoch werde ich die Herausforderung annehmen und meine Chance suchen, das Fernziel "paraolympische Spiele 2016" zu realisieren.