Melanie Schwalbe erfolgreich beim Köln Triathlon
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| Siegerehrung - zweite von rechts Melanie Schwalbe |
NRW-Meisterin auf der Langdistanz
07.09.2008, Köln Triathlon, Langdistanz: An Position 3 laufend musste ich etwa 7 km vor dem Ziel aufgeben und wurde mit dem Krankenwagen in eine Kölner Klinik transportiert. Hier folgte ein einwöchiger stationärer Aufenthalt mit Verdacht auf Herzmuskelentzündung sowie darauf folgend viele sportlich/gesundheitlich schwierige Monate.
05.09.2010, Köln Triathlon, Langdistanz: Mein Comeback auf der Ironman-Distanz, gleiche Strecke und der bisher größte Erfolg meiner sportlichen Laufbahn!
Das Ergebnis: Platz 3 Gesamt (Frauen) hinter Diana Riesler und der Norwegerin Kristin Lie, Sieg in der W30 und NRW-Meisterin Langdistanz (nicht Altersklasse, sondern Gesamt)
Meine Zeiten: Schwimmen 1:02:40h, Rad 5:12:39h, Lauf 3:39:09 -> Gesamt 10:00:59h, www.koelntriathlon.de
Erst Ende Juli hatte ich mich dazu entschlossen in diesem Jahr wieder einen Start über die Langdistanz zu wagen. Es sollte ein Meilenstein auf dem Weg zum Ironman Frankfurt 2011 werden, nach Jobwechsel und Umzug sowie kurzer Vorbereitungszeit wusste ich, dass ich in Köln mental deutlich lockerer am Start stehen würde, als wenn ich mein Comeback über die Ironman-Distanz noch bis 2011 aufschieben würde.
Es sollte ein wunderbarer Tag für mich werden… Der Wecker klingelte wie immer früh, um 3:30h war Aufstehen angesagt. Leider ist es ja im September bis kurz vor 7:00h (Startzeit) dunkel und ungemütlich. Sowieso habe ich beim Schwimmen und auf der ersten Hälfte der Radstrecke gefroren, aber da bin ich auch sehr empfindlich. Das Schwimmen bin ich absichtlich ruhig angegangen, Ziel war einfach nur erholt aus dem Wasser zu steigen, aber aufgrund des kalten Wassers hatte ich zwischenzeitlich Angst vor Beinkrämpfen. Es ging alles gut und ich stieg als fünfte Frau aus dem Fühlinger See.
Das Rad fahren war dann zunächst kalt, ich hatte Sorge dass meine Beine weiter so hart bleiben würden, dann hätte ich sicher keinen Marathon laufen können. Aber zum Glück hatten wir ja blauen Himmel und Sonnenschein, so wurde selbst mir irgendwann gen Ende der Radstrecke warm. Zum Problem Windschatten fahren auf flacher Strecke möchte ich hier sagen, dass wir Langdistanzler viel Platz auf der Strecke hatten. Ich bin nicht einen Meter unsauber gefahren, die meiste Zeit war ich eher einsam unterwegs. Probleme gab es dann wohl auf der nachmittags gestarteten Mitteldistanz.
Nach dem Wechsel zum Laufen wurde ich zunächst überrascht: Die Strecke führte total verwinkelt etwa 5 Treppen hoch. Ich hatte schon Sorge dass wir das auf jeder der 4 Runden ableisten müssten, zum Glück war das nicht der Fall. Die Deutzer Brücke 8x zu überqueren war aber schon schmerzhaft genug für die Beine ;-) Oben am Ende der Treppen stand dann einer der Veranstalter, Uwe Jeschke, feuerte fleißig an und klatschte mich ab. Er hatte schon auf der Radstrecke durchs Mikro gut Stimmung gemacht, so was macht dann wirklich Laune.
Das Laufen war ein Genuss und am Ende natürlich auch Qual. Ich hatte so viel Spaß auf der Strecke, die Volunteers waren absolut spitze! Mit Sprüchen wie *Da fliegt das Schwälbchen wieder* und *Guck mal, die sieht ja aus als wäre sie gerade aufgestanden* haben sie mir den Marathon versüßt. Ganz toll war auch die Begleitung durch den Radfahrer, denn ich war ja schon auf der Radstrecke auf Position 3 gefahren, so hatte ich etwas Unterhaltung nach 6:20h Einsamkeit. Ich habe die meiste Zeit des Marathons mit einem Lächeln auf dem Gesicht genießen können, wenn auch die letzen 10km richtig hart wurden. Aber die Resonanz der Zuschauer und Helfer war so prima, vielen vielen Dank!!! Leider musste ich auf der Laufstrecke eine Minute auf dem Dixi-Klo verschenken, allerdings bin ich so glücklich mit dem Ergebnis, dass mich die fehlende Minute zur Sub10 gar nicht ärgern kann. Ich habe schon meine Bestzeit auf dem Rad um 20 Minuten gesteigert, meine Bestzeit über die Ironman-Distanz pulverisierte ich um unglaubliche 35 Minuten.
Eine wunderbare Siegehrung wurde uns dann am nächsten Tag im Maritim-Hotel bereitet. Dort klärte sich dann auch die Verwirrung über die falsche Ergebnisliste auf: Eine Athletin hatte das Rennen nach 9:33 h aufgegeben und war über die Zielmatte gelaufen, hatte aber erst 2 von 4 Runden des Marathons absolviert. Sie stand zunächst an Position 3 in der Liste. So konnte ich mich am Montag Morgen über die Bestätigung des dritten Ranges wie auch über den Titel als NRW-Meisterin freuen.
von Melanie Schwalbe
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