Hitzeschlacht beim Ironman France in Nizza 28.06.2009

Marco Göckus holte sich Hawaii-Qualifikation

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Marco Göckus
Glücklich schaute Marco Göckus aus, als er nach 9:43:55 Std. die Ziellinie beim Ironman France in Nizza überquerte. Und mehr als glücklich konnte er mit seiner Leistung auch sein, obwohl es um 7 Uhr noch anders ausgesehen hatte.
Als er nach 2400 m Schwimmen und nach kurzem Landgang in die zweite 1400 m lange Schwimmrunde ging, war sein Blick etwas verzweifelt, denn als Schwimmen konnte man die Auftaktdisziplin nicht bezeichnen. Bei mehr als 2500 Starten, die sich um 6:30 Uhr ins Meer gestürzt hatten, war ein Hauen und Stechen im Wasser unausweichlich. Nach 1:04:02 Std. erreichte Marco die Wechselzone. Jetzt sollte seine Paradedisziplin, das Radfahren kommen.
In zwei Trainingslagern hatte er sich ausgiebig auf die schwere und technisch anspruchsvolle Radstrecke im Hinterland von Nizza vorbereitet. Und so sollte es auch kommen, nach Platz 364 im Schwimmen arbeitete er sich mit einer Radzeit von 5:19:10 Std.  auf der 180 km Runde auf den 105 Rang vor. Vor allem auf den letzten Kilometern ließ er Athlet um Athlet, aufgrund seiner klugen Renneinteilung, hinter sich.
In der Zwischenzeit stand die Sonne im Zenit und es war klar, dass es ein heißer Marathon werden würde. Mit einem schnellen Wechsel begab sich Marco auf die Laufstrecke, die an der Promenade entlang führte. Vier Runden mussten gelaufen werden und von Schatten konnte er nur träumen. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und gute Kühlung  war hier besonders wichtig.
Da ein Ironman auf der Laufstrecke entschieden wird, hatte sich Marco mit vielen Trainingseinheiten auf diese Herausforderung vorbereitet. Mit konstant hohem Tempo ging er auf die Wendepunktstrecke.
Seine Betreuer, Ehefrau Andrea, Julia Pikos und Ralf Doc Schneider fieberten mit und konnten zusehen, wie er das Tempo im weiteren Verlauf des Marathons halten konnte.
Mit einer klasse Zeit von 3:13:39 Std. machte er noch einmal 60 Plätze gut und war im Ziel auf  Platz
45 Gesamt und der 8. Platz in der AK 40 sowie 3. bester Deutscher.
So konnte er sich über die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii freuen.