Vize-Europameister-Titel für Marco Göckus in Spanien

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Marco Göckus
Vitoria-Gasteiz – Bei der Europameisterschaft der Triathlon-Langdistanz holte sich Marco Göckus die Silbermedaille in der AK 40. Es galt im spanischen Baskenland 4 km zu schwimmen, 120 Rad zu fahren und 30 km zu laufen. In 2009 hatte Göckus noch über diese Distanz in Prag den Europameister Titel in seiner Altersklasse ins Siegerland geholt. Nun gehörte das Triathlon-Urgestein im EJOT Team TV Buschhütten in diesem Jahr zum Favoritenkreis in seiner Altersklasse. Aber ein Blick in die Starterliste zeigte bereits, dass die Konkurrenz in diesem Jahr noch größer war. Engländer, Finnen, Spanier, Belgier und viele andere Nationen hatten ihre besten Langdistanzler in den jeweiligen Altersklassen aufgeboten. Trotz der strapaziösen Anreise (fast 1600 km Anreise mit dem PKW), bewies Göckus aber erneut, dass er auch auf der langen Strecke immer ein „Wörtchen“ mit reden kann.
Und der Renntag begann vielversprechend. Trotz der kühlen Wassertemperatur von nur ca. 17 Grad des 500 m hoch gelegenen Bergsees, verließ Göckus nach genau einer Stunde und insgesamt 4 km schwimmen den See. Eine für ihn tolle Schwimmleistung und Platz 4 vor dem Rad fahren. Und seine stärksten Disziplinen im Triathlon-Dreikampf sollten ja erst noch kommen. Trotz eines Plattfusses 2 km vor dem Ende der 120 km langen Radstrecke, bewältigte er die sehr wellige und anspruchsvolle Radstrecke, die sich in 2 Radrunden aufteilte und durch das baskische Hinterland führte, in nur 3:13:02 Stunden. Seine ihn begleitende Ehefrau Andrea konnte ihm zurufen, dass er sich um einen Platz bereits nach vorne geschoben hatte. Doch in der Wechselzone dann eine Schrecksekunde. Der gewohnt schnelle Wechsel sollte dieses Mal nicht klappen. Ein heftiger Krampf im Oberschenkel hinderte Göckus daran los zu laufen. Dies kostete ihn noch in der Wechselzone einen Platz, denn die Favoriten in der Altersklasse 40 waren nach dem Rad fahren noch dicht zusammen. Bei 35 C° schwül-warmer Hitze fing nun das Rennen erst richtig an. Durch den Krampf gehandicapt, konnte der Eichener Triathlet anfangs nicht in seinen gewohnten Laufrhythmus finden und musste weitere Konkurrenten auf den ersten Kilometern ziehen lassen. „Doch man fährt nicht 1,5 Tage und 1.500 km zu einer Europameisterschaft um dann am Ende andere jubeln zu lassen“. Dies waren die Worte von Marco Göckus im Telefonat mit Team-Manager Rainer Jung direkt nach dem Rennen. Gesagt getan. Göckus mobilisierte all seine Reserven und überholte seine Konkurrenten nach und nach. Bei Kilometer 18 konnte er dann auch seinen finnischen Kontrahenten Kai Soderdahl und bei km 24 sogar den lange führenden Engländer Steven Lord noch einholen und überlaufen. Am Ende war dann der Lohn für einen super harten Wettkampf eine Gesamt-Zeit von 6:30:05 Std. und der Vize-Europameistertitel. Sieger wurde an diesem Tag der Spanier Juan Carlos Campillo Vicente.