Vom Ironman zum Challenger, das ist Roth 2002-07-25
Der Mythos lebt
Zum Ende der Saison 2001 fassten drei Triathleten des TVG Buschhütten den Entschluss sich auf eine Langdistanz vorzubereiten. So meldeten sich Jacqueline & Wolfgang Klein und Jürgen Mann im Dezember für das Triathlon Festival in Roth an. Mit neuem Namen, dem 1. Quelle Challenge Roth nach 14 IRONMAN Veranstaltungen.
Nach einer Vorbereitungszeit von acht Monaten, die durch ein 14-tägiges Trainingslager im März auf Mallorca intensiviert wurde, reisten wir vier Tage vor dem Wettkampf ins Frankenland.
Am Samstagnachmittag wurden nach alter Tradition die Räder beim Schwimmstart eingestellt und die erste Wechselzone mit ihren Laufwegen inspiziert. Anschließend gab es ein gemütliches Abendessen mit unseren mitgereisten Fans und Betreuern Angelika & Erhard Hofmann und Silke, der Freundin von Jürgen, ja und natürlich jede Menge Pasta.
Den für den Wettkampftag auf 3:30 Uhr gestellten Wecker brauchen wir nicht, weil an Schlaf nicht mehr zu denken ist. So sitzt man dann ziemlich gerädert um 4:00 Uhr beim Frühstück und zwängt sich zwei Brötchen rein. Gegen viertel vor 5:00 Uhr betritt man die Wechselzone zum Schwimmstart um in aller Ruhe die letzten Vorbereitungen zu Treffen.
Die Spannung und Nervosität steigt bei den 1321 Einzelstartern und entlädt sich dann um 6:30 Uhr beim stimmungsvoll inszenierten Start.
Was dann folgt lässt sich mit Worten eigentlich nicht beschreiben. Tausende Zuschauer "begleiten" einen nach dem 3,8 Schwimmkilometern durch die Wechselzone und treiben die Aktiven auf die 180km lange Radstrecke.
Hier seien nur einige Highlights genannt:
die Biermeile von Eckersmühlen
eine Prosecco & Pizza-Party im Anstieg nach Alfershausen
Ortsdurchfahrten in Thalmässing und Greding am Fuße des Kalvarienberges
Alles gipfelt dann in Hilpoltstein am mittlerweile schon legendären Solarer Berg. Wie jedes Jahr säumten den etwa 2km langen Anstieg wieder unzählige Zuschauer und "trugen" jeden mit allem was Lärm macht den Berg hinauf. Jeder der das schon mal als Aktiver oder Zuschauer erlebt hat, weiß welche Emotionen und Gefühle in einem hochkommen.
Nach dem 2. Wechsel zum Laufen darf man in einer Zielstadionrunde schon mal die Stimmung im Finish-Bereich erleben, bevor einen die Zuschauer auf die Marathonstrecke entlassen. Auch hier denkt man bei den vielen Tria-Fans nicht ans verschnaufen. So schliesst sich nach harten 42,195 Laufkilometern wieder der Kreis im extra für die Veranstaltung aufgebauten und überfüllten Zielstadion in Roth.
Nach einer angenehmen Massage und kalten Dusche hat man Gelegenheit sich zu stärken und die Eindrücke zu verarbeiten.
Unsere erreichten Zeiten und Plätze lesen sich wie folgt:
| Schwimmen | Rad | Lauf | Gesamt | Platz | AK-Platz | |
| Jacqueline Klein | 1:07:15 | 6:29:00 | 4:27:05 | 12:09:38 h | 47 | 14 |
| Jürgen Mann | 1:28:17 | 6:53:47 | 4:56:45 | 13:28:59 h | 1016 | 210 |
| Wolfgang Klein | 1:05:19 | 5:43:46 | 3:55:59 | 10:52:50 h | 254 | 69 |