Buschhüttener beim Köln-Marathon am 6. Oktober 2002
Nach den Kenianern kommen die Buschhüttener!
Die großen Marathons haben inzwischen "magische" Wirkung: zu Zig-Tausenden pilgern die Ausdauer-Athleten in die großen Metropolen dieser Welt, um in den Schluchten des bebündelten Lebens und der Geschäftswelt ihre 42 km herunter zu laufen. Boston-Marathon, Stockholm-Marathon, Berlin-Marathon, Köln-Marathon.
Auch 4 Buschhüttener waren am 6. Oktober 2002 in Köln am Start. Es waren Patricia Vanderlinden, die Lauftreff-Übungsleiterin im TVG, Oliver Prigge, Kai Fiedler und Jochen Stücher. Für jeden dieser vier dürften die Motivationen zur Teilnahme inmitten des 22.000 Personen starken Gesamtfeldes eine andere gewesen sein.
Für Patricia war es der erste Marathon überhaupt. Es war quasi ein Test und ein bisschen Selbsterfahrung. Die "alten Hasen" warnten sie, ja nicht das Tempo zu hoch anzugehen. Das hatte was Gutes: Patricia finishte! Sie erreichte das Ziel nach 4:45:18 h als 1.844. Läuferin (und 351. in ihrer Altersgruppe W30). Aber hinterher stellte sie fest, dass da noch einiges drin ist. Sie war eine der ganz wenigen, die richtig "frisch" ins Ziel kam.
Anders war es bei Oliver Prigge. Er kam zwar auch frisch ins Ziel, aber der Triathlet und Mitglied der ersten Mannschaft des EJOT-Teams (1. Bundesliga) hat eigentlich seine Wettkampf- und Liga-Saison 2002 hinter sich und startete einfach so als "Sahnehäubchen" des Jahres noch mal über die 42 km. Die besondere "Kölsche Stimmung" (die dem Oliver ziemlich nahe liegt) trug ihn durch Kölns City. Er wurde mit einem 318. Gesamtplatz (unter mehr als 17.000 gewerteten Läufern) und 69. in seiner Altersklasse bester Buschhüttener. Er brauchte trotz miesem kalten und nassem Wetter nur 2:58:53 h!
Jochen Stücher, ebenfalls guter Triathlet, ging mit der Startnummer 8801 an den Start und belegte mit 3:31:59 h einen sehr guten Platz 1.553 (immerhin unter den ersten 10 %!). In seiner Altersklasse M30 wurde er gar 255.
Nicht zuletzt freute sich der Hilchenbacher und für Buschhütten startende Kai Fischer, dass er in der Lage war, zu finishen. Er hielt sich im guten Mittelfeld auf und erreichte mit 4:25 h einen Platz 9.175.
Alles in allem eine erfreuliche Bilanz für den TVG. Es war wieder ein super Erlebnis für die Athleten und auch für die Zuschauer. Die Überquerung des Rheines über die Deutzer Brücke, die Kulisse des Domes und vor allem die spontane Begeisterung der Bevölkerung erzeugen einen besonderen Flair bei diesem Marathon, der zum Mitmachen und zum Zuschauen animiert!