IRONMAN Switzerland
Mittendrin Jochen Stücher vom Ejot -Team

Nach früher Anreise am Donnerstag nutzten wir die Zeit zum Streckenerkunden und entspannen am wunderschönen Zürichsee. Wir das sind Jochen Stücher und Götz Gerresheim und die treusten und bestaussehensten Fans.
Der Ironman Switzerland wird sehr professionell organisiert.Eine sehr große Messe und übersichtlich ausgeschilderte Wechselzone und Wettkampfstrecken machten Spaß auf mehr.
Nach einer kurzen Nacht,spärlichen Frühstück und machten wir uns auf zum Abenteuer Ironman. Obwohl ich schon vier mal gefinisht hatte war ich sehr aufgeregt. Um Punkt 7 Uhr fiel der Startschuss für alle 1000 Athleten. Trotz sonnigen Wetters kam Sturm auf ,sodass alle Athleten mit meterhohen Wellen zukämpfen hatten.Aus den Schlägereien zu Beginn hielt ich mich raus,nur leider kam ich dadurch vom kürzesten Weg ab .Durch die hohen Wellen viel für mich als eher schlechter Schwimmer die Orientierung sehr schwer. Auf dem 2 mal zu durchschwimmenden Dreieckskurs schluckte ich viel Wasser.Nach 1.11 Std. war ich endlich wieder an Land wo ich immer noch bei Sonnenschein auf mein Rad wechselte.Hier herrschte erst mal nur fürchterlicher Gegenwind. Nach 25 flachen km am See ging es in das Hinterland mit leichten Anstiegen.Kein Problem für Siegerländer.Ein einsetzender Platzregen mit Orkanböen machte den Radparcours mit seinen steilen Abfahrten noch schwieriger.Bei km 85 kam der gefürchtete Heartbreak Hill. Ein 1 km langer Berg mit 11-12 % Steigung. Aufgrund des heftigen Dauerregens standen auch hier kaum Zuschauer. Nur unsere zahlreich mitgereisten Fans erwarteten uns nach langen 3 Std. im Regen. Auf der 2. Radrunde haderte ich mit mir ,ob ich weitermachen oder aufgeben sollte. Es machte wirklich keinen Spaß mehr .Ich war duschnass und mir war eiskalt.Man musste immer aufpassen ,dass man nicht über herumliegende Steine,Äste oder Verkehrsschilder stürzte.
Gegen Ende der Radstrecke kam dann wieder die Sonne raus ,sodass ich neue Lust am finishen verspürte und nach langen 6.37 Std. mein Rad in der Wechselzone abstellte.Hier musste ich erst meine durchnässten Laufklamotten auswringen bevor ich sie anziehen konnte.Der abschließende Marathon wurde in 3 Runden a 14 km gelaufen.Da mich auf dem Rad Hunderte andere Starter überholt hatten machte ich mich auf die wieder einzuholen. Mir ging es Muskulär sehr gut ,sodass ich mit "hohem" Tempo loslaufen konnte. Ich war nur am Überholen und es machte richtig Spaß zu laufen. Alle 3-4 km traf ich meine Freundin ,die mich kurz begleitete. Anfangs hatte ich nach dem Trinken Magenprobleme,was ich auf das kalte Wasser zurückführe.Ohne größere Probleme lief ich nach 3.55 Std ins Ziel ein. Überglücklich und zufrieden ,dass es geschafft war, nahm ich im Ziel meine Freundin in den Arm. Nach einigen Minuten des Besinnens und Genießens ,ging ich in den traumhaften Athleten Garden um mir ein frisches wohlverdientes und langersehntes Bier zu gönnen(leider gab es nur Veltins ,aber gegen den ersten Durst hilft auch das).Zurück im Zielbereich wartete ich auf die anderen Leidensgenossen,die alle durchkamen(über 300 Aktive gaben auf).Später gab es große Whirlpools ,wo wir gemeinsam feierten und anschließend noch eine Massage.
Fazit: Eine durchaus gelungene Veranstaltung, schade dass das Wetter nicht mitgespielt hat.