Oliver Prigge erfolgreich in Florida

Meer, Wind und Sonne

xx
Oliver Prigge
Nach einer nicht gerade optimalen Vorbereitung ging es Ende Mai endlich in Richtung Sonnenstaat Florida. Panama City Beach war knappe 4 Autostunden später erreicht. Für hiesige Verhältnisse ein Kurztrip.
Auf dem Programm stand der Gulf Coast Triathlon Florida – eine Mitteldistanz.
Samstag früh war der erste Gang auf den Hotelbalkon, um zu sehen was das Meer so für einen Wellengang hatte. Schon beim öffnen der Türe ahnte ich nichts Gutes. Gelbe Flaggen waren gehisst und das bedeutet eine Stufe vor Badeverbot. (Rote Flaggen).
„O.K. es ist wie es ist!“
Um 7:40 Uhr war dann endlich der Start. Mit der 13. von 15 Wellen wurden die 40 bis 49jährigen auf die Reise geschickt. 5 Minuten vor uns war bereits eine Welle derselben Alterklasse auf die Reise geschickt worden. Jeweils 200 Starter!
Nach einigen Metern ins Wasser laufen und gegen die Wellen anstürmen,
tauchte ich endlich ins salzige Nass. Ich kam schnell in meinen Rhytmus und wenn ich mich stark konzentrierte, waren die Wellen wirklich nicht so dolle. Wir schwammen 800m raus aufs Meer, dann 300m quer und 800m zurück. Die Strecke war mit Booten sehr gur gesichert und alle 150 m war eine dicke rote Boje, die ich immer sehen konnte, wenn die Wellen mich hoch hievten. Auf dem Rückweg genoss ich die Strömung doch sehr, denn beim Querschwimmen hatten alle Probleme. Hier und da waren die Bojen mit Schwimmern besiedelt, die sich übergeben mussten. Insgesamt wurden 42 Personen aus dem Wasser gezogen, die schwimmunfähig waren. Nach knapp 32 Min. war ich an Land und hatte die 1.9 km gemeistert.
Nach einem langen Wechsel mit Eincremen und extra abduschen war ich endlich auf dem Rad.
Der Wind begrüßte mich ziemlich schnell und heftig. Dennoch war ich am Ende der 90 km (Wendepunktstrecke) recht zufrieden. Schneller als ich dachte und mit genügend Kraft ging es zum Laufen. 37er Schnitt für die flache aber sehr windanfällige Strecke. Nur einer aus meiner Startgruppe hat mich überholt oder eher ist an mir vorbeigerast!! In der Wechselzone angekommen wurde mir klar, dass auch von der vorherigen Startgruppe nicht so viele Athleten gewechselt hatten. Ein guter AK-Platz war im Bereich des Möglichen.
Die ersten 5 km lief es wirklich gut und ich fühlte mich auch so. Aber irgendwie war es in diesem Park zwischen km 9 und km 14 so heiß, und ich hatte echt Probleme Luft zu bekommen. Nur noch Schnappatmung. Ich wurde also langsamer. Ich wollte zur abendlichen Siegerehrung der AK – alle schwärmten davon, es werden die ersten 10 der AK 40 geehrt!! Also beißen – aber ich verlor immer mehr und die Hitze und der Sand taten ihr übriges. Endlich ab km 17 lief es wieder deutlich besser und ich konnte beschleunigen. Mein Ziel, unter 5 Stunden, war in weite Ferne gerückt. Mit viel Kampf und einer Gesamtzeit von dann doch noch 4:58 Stunden glatt, konnte ich mich letztendlich an die 5.Stelle in der AK setzen. Mit Wechselzeit lief ich unglaublich schlechte 1:47 Stunden!! Die Siegerehrung am Abend entschädigte für alles.
Folgendes gilt es zu beachten: Triathlon in Florida im Mai und November(Ironman) ist zwar fast die gleiche Strecke, aber die Wetterbedingungen sind sehr unterschiedlich. Die Temperatur im Mai beträgt 35 Grad auf der Laufstrecke - aber leider macht jammern nicht schneller.

See you in August in Good Old Germany.
Oliver Prigge